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Between States of Matter | Mathias Kessler
2026
Die Veranstaltung
Ein menschlicher Schädel, der sich in der Sakristei langsam in Form von Korallen auflöst, eine romantische Landschaft, die im Langhaus über zwei Jahrhunderte hinweg schmilzt, und eine aus illegal exportiertem Plastikmüll gewobene Decke, die über dem offenen Boden hängt. Mit diesen drei Verwandlungen thematisiert Mathias Kessler unseren epochalen Zustand der Schwebe. Die Ausstellung ist im sakralen archäologischen Raum der Johanniterkirche Feldkirch sehen.
„Between States of Matters“ nennt der aus dem Kleinwalsertal stammende und in New York lebende Künstler seine Ausstellung, mit der er Prozesse in der Schwebe sichtbar machen will, ein Zustand wie in einer Art Warteraum.
Im Kirchenschiff bezieht sich Mathias Kesslers Animation auf das Gemälde „Das Eismeer“, das Caspar David Friedrich 1823/24 malte. Es zeigt ein Schiff das von massiven Eisblöcken zerdrückt wird. Kesslers dreidimensionale Rekonstruktion des Gemäldes reagiert auf zwei Jahrhunderte dokumentierter Temperaturerhöhungen und Gletscherrückgänge. Die Szene entwickelt sich von 1824 bis 2024 weiter, während das Eis langsam schmilzt und das Schiff nach und nach verschwindet.
In der Sakristei steht ein Salzwasseraquarium, in dem ein menschlicher Schädel liegt, dessen Oberfläche von lebenden Korallen besiedelt wird. Die Organismen nutzen das Kalzium, das aus dem Knochen austritt, und wachsen auf und in das Material hinein, sodass sich der Schädel langsam in eine andere Form von Materie verwandelt.
Mathias Kessler (geb. 1968, Österreich) lebt und arbeitet in New York. Seine Arbeiten verbinden Fotografie, Installation und digitale Medien und setzen sich kritisch mit der Tradition romantischer Landschaftsdarstellung auseinander. Dabei verschiebt er Gegensätze wie Natur und Kultur, Ästhetik und Ideologie sowie Dokument und Fiktion. Seine Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem im Kunsthal Rotterdam, im Kunsthaus Graz, im Columbus Museum of Art, in der Marianne Boesky Gallery sowie im Palmengarten Frankfurt. Er erhielt einen MFA der School of Visual Arts.
Dauer der Ausstellung: 20. Juni bis 26. September 2026
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Samstag: 10 bis 14 Uhr
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