In der Steiermark begann 1693 eine der großen Sängerkarrieren der Händel-Zeit: Der Soprankastrat Stefano Romani wurde vom Fürsten Johann Seyfried von Eggenberg engagiert und nahm Unterricht beim Kapellmeister Pignatta. Deshalb nannte er sich fortan „Pignattino“. Unter diesem Spitznamen hat er ein Vierteljahrhundert lang in den berühmtesten Opernhäusern Italiens gesungen: in Venedig, Neapel und Rom, Genua, Parma und Vicenza.
Gut 300 Jahre später singt sich der gebürtige rumänische Countertenor-Mezzo Valer Sabadus als Semira in Leonardo Vincis Oper „Artaserse“ in die Herzen des Publikums vom Théâtre des Champs-Elysées über das Theater an der Wien bis zum Concertgebouw Amsterdam.
Zahlreiche Auszeichnungen später – darunter der International Classic Music Award und der Bayerische Kulturpreis – begeistert Valer Sabadus als Lied- und Operninterpret rund um den Globus.