Oberdrautaler Flößertage

Do
18. Juni
2026
Beginn
00:00
Ende
24:00

Die Veranstaltung

„Kärntner Holzstraße“, so wurde die Drau im 17. Jahrhundert bezeichnet. Früheste Hinweise auf den Güterverkehr auf der Drau finden sich bereits im 13. Jahrhundert. Spittal steht das Privileg des Flößens bereits seit dem Jahr 1400 zu. Die Drau ist ab Oberdrauburg mit Flößen befahrbar. Das Flößerjahr dauerte in der Regel von Georgi (16. März) bis Martini (11. November).
1990 wurde der Verein der Oberdrautaler Flößer gegründet, mit dem Ziel, die Tradition nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sechs Ortsgruppen fanden sich zusammen: Oberdrauburg, Dellach, Berg, Greifenburg, Sachsenburg und Spittal-Baldramsdorf. Der Verein ist auch Mitglied beim internationalen Flößerverband. Seit der Gründung organisieren die Oberdrautaler Flößer jedes Jahr die „Oberdrautaler Flößertage“, jede der sechs Gruppen steuert ihr Floß in den drei Tagen auf der 55 km langen Strecke von Oberdrauburg nach Spittal. Das Wissen um die Flößerei auf der oberen Drau wurde 2014 auch als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Wissenswertes zur Geschichte der Flößerei

In Kärnten wurde auf der Drau von Oberdrauburg bis Lavamünd weiterflößt. Im Oberkärntner Raum wurden für den Floßbau als einziges Element Rundhölzer (vornehmlich Fichten und Tannen) mit einer Länge von ca. 4,30 Metern verwendet.

Der erste Schritt war der Bau des Floßbodens, der aus 3 oder 4 Tafeln oder Stößen bestand, die je 4,30 Meter im Quadrat an Größe hatten. In Flussrichtung wurden 4,30 Meter lange Hölzer solange nebeneinander gereiht, bis die Breite von ca. 4,30 Metern erreicht war. Die Arbeit wiederholte sich drei- bis viermal, sodass letztendlich ein drei- oder auch vierstößiger Floßboden entstand. Natürlich mussten all diese Stämme und auch die Stöße untereinander verbunden werden, damit ein kompaktes Floß entstand, das dann zum Abtransport flusstauglich war.

Zum Einbinden der einzelnen Rundhölzer verwendete man gedrehte Haselstaudenhölzer und kleine Eisenklammern. Durch das Drehen der Haselstöcke entsteht eine unglaubliche Reißfestigkeit und das ganze Floß bleibt in Fahrt trotzdem flexibel, sodass gewisse Stoßeinwirkungen, verursacht durch das Wasser, abgefangen werden konnten.

Auf den hinteren Floßböden wurde zusätzlich Rundholz aufgeladen, um mehr Holz auf einmal zu transportieren (ca. 30-40 m³).

Für die Steuerung wurden vorne und hinten Ruder angebracht. Die Drau führt nicht selten Hochwasser. Wegen der vielen Hindernisse und der sehr unterschiedlichen Wasserstände im Laufe eines Jahres konnte nur während der Zeit von vier Monaten geflößt werden.

Info

Quelle Datacycle

Karte